Herzlich willkommen bei der Selbsthilfegruppe in Ostfriesland
HerzRaum – Frei von Angst. Frei zum Reden. Frei zum Informieren.
Keine Anmeldung notwendig, kommt einfach dazu. Eine anonyme Teilnahme ist
möglich.
Ein Angebot für gewaltbetroffene Frauen und/ oder Angehörige.
Es werden monatlich Online-Räume zu verschiedenen Themen angeboten. Der Raum
ist für 1 ½ Stunden geöffnet. Anfangs gibt es einen kurzen Input/ kurze Infos zu einem
Thema, anschließend ist Raum und Zeit zum Austausch, zum Reden und auch nur zum
Zuhören. Unsere Referentin und Ansprechpartnerin Mary begleitet jeden Termin.
Auch 1:1 Gespräche mit der Referentin zu anderen Zeiten über Telefon, Videocall oder
persönliches Treffen sind möglich.
Übersicht Termine und Themen
14.01.26, 10:30-12:00 Uhr
o Vorstellen und Kennenlernen, Zurechtfinden
o Thema: Umgang mit Scham, Schuldgefühlen und Stigmatisierung,
Grenzen setzen, Nein-Sagen (Referentin Mary)
11.02.26, 15:00-16:30 Uhr
Thema: Rechtliche Optionen – Gewaltschutz, Umgangs- und Sorgerecht, Strafanzeige – Überblick und Schritte (Input Feminist Law Clinic e.V.)
11.03.26, 10:30-12:00 Uhr
o Thema: Traumabewältigung, Selbstfürsorge, Stressbewältigung,
Selbstwertaufbau (Input von Frau H. / Traumapädagogin)
08.04.26, 15:00-16:30 Uhr
o Thema: BISS-Beratungsstellen, Netzwerke aufbauen (Input von Frau G.
und Frau T., BISS-Verbund Stadt Hannover)
13.05.26, 10:30-12:00 Uhr
o Thema: Wenn Gewalt tödlich endet: Eine Hinterbliebene erzählt,
Prävention, Unterstützung (Input von Frau K., Hinterbliebene eines
Femizides)
10.06.26, 15:00-16:30 Uhr
o Thema: Welche Leistungen stehen mir nach einer Trennung zu?
ALSO-Arbeitslosenselbsthilfe Oldenburg e.v.
01.07.26, 15:00-16:30 Uhr
o Thema: Polizeikontakt – Schutzmöglichkeiten und erste Hilfe verstehen,
Notruf und Erstkontakt, Notfallnummern (Input Frau A.,
Kriminalhauptkommissarin)
19.08.26, 10:30-12:00 Uhr
o Thema: Stiftung Opferhilfe – Was ist das? (Input von Frau S. und Frau F.
von der Stiftung Opferhilfe
09.09.26, 10.30-12:00 Uhr
o Thema: Schutz der Kinder, Co-Parenting, Kommunikation, Netzwerke
aufbauen (Input Herr L., Kinderschutzzentrum Hannover, Abteilung
häusliche Gewalt)
07.10.26, 15:00-16:30 Uhr
o Thema: Frauenhäuser – Der Weg zur Sicherheit (Input von Frau H.,
Leiterin Frauenhaus)
11.11.26, 10:30-12:00 Uhr
o Thema: Kommunikationstechniken und Strategien für sicheren Austausch
in Beziehungen; Täterarbeit – Was ist das? (Input von Frau H.,
Traumapädagogin, Fachkraft für Täterarbeit)
09.12.26, 15:00-16:30 Uhr
o Thema: Thema: Allgemeiner Austausch zu verschiedenen Themen und Fragen, Jahresrückblick
Zugangslink -> https://us06web.zoom.us/j/83958484847?pwd=bfAm3tn3xmjs0jC5eFUpMbSjeHIKga.1
Zugangscode: 196962
Auf dieser Seite, könnt Ihr euch einen guten Eindruck aus tollen Erfahrungsberichten erhalten.
Teilweise sind diese zum Schutz der Betroffenen Teilnehmer, anonymisiert.
Was hat euch die Selbsthilfegruppe gebracht?
Warum, der Weg in die Selbsthilfegruppe?
Wie geht es euch jetzt, durch den Austausch?
Erfahrungsbericht 1. anonymisiert
Mir ist diese besondere Selbsthilfegruppe, kurz nach der dritten Trennung von einem Mann, begegnet.. Ich habe einen Flyer von einem Arbeitskollegen bekommen und bin sooo unglaublich dankbar dafür. Für mich war es die letzten Jahre alles „normal“, bis ich von Freunden darauf hingewiesen wurde, dass es nicht geht, wie mein damaliger Partner mit mir umgeht.. das hat mich zum Nachdenken angeregt.. dann habe ich mehrere intensive Telefonate mit Mary geführt.. Ich habe mich sehr verstanden gefühlt.. und fand es erschreckend, dass viele weitere Frauen betroffen sind.. gleichzeitig hat es sich gut angefühlt, als ich gemerkt habe, dass ich nicht allein in einer solchen Situation bin und viele andere Frauen auch „so Etwas“ durchmachen.. die Gruppe gibt mir ganz klar das Gefühl, nicht allein zu sein. Wir können jederzeit in die Gruppe schreiben und es reagiert meist schnell jemand 🪄 es tut gut zu wissen, dass man nicht „verrückt“ ist.. Gerade nachdem die Wahrnehmung und das ganze Sein so manipuliert wurde. Ich kann sagen, dass die endgültige Trennung, mir wirklich mein Leben zurückgegeben hat! Es war die Hölle nach der Trennung, dieser „Entzug“.. das Verrückte daran ist, dass man nur die Guten und Schönen Dinge sieht.. mit ausreichend Abstand, viel Gesprächstherapie, Traumatherapie und den Austausch in der Selbsthilfegruppe, kann ich sagen, das war der beste Schritt nach fast zehn Jahren mit sämtlichen Lügen, Manipulationen und weiteren missbräuchlichen Situationen..
Erfahrungsbericht 2. anonymisiert
Ich bin nach einer sehr gewalttätigen Beziehung durch Empfehlung der Beratungsstelle für Häusliche Gewalt in die Gruppe gekommen, ich wurde sehr herzlich durch die Mitglieder aufgenommen. Der Austausch mit den anderen Frauen war sehr hilfreich in der Verarbeitung der Traumata, die ich durch die Beziehung erlitten habe.
Die Gruppenleiterin ist mit sehr viel Herz und Arrangement für die Frauen der Gruppe da, unterstützt bei Anliegen und baut einen vor schwierigen Terminen sehr auf und gibt wertvolle Tipps.
Ich bin sehr glücklich darüber, diese Gruppe gefunden zu haben und mich als Teil von ihr zu sehen.
Neben den Wöchentlichen Meetings, bietet die Gruppe auch andere Workshops an, der Workshop mit der Selbstverteidigung hat mir besonders gefallen. Dieser hat das Selbstvertrauen sehr aufgebaut und mich in meiner Persönlichkeit sehr gestärkt.
Ich bin Mary für diese Möglichkeit wirklich sehr dankbar.
Erfahrungsbericht 3. anonymisiert
Wir mögen uns und ich habe nicht mehr das Gefühl alleine mit meiner Gedankenwelt zu sein. Die Gruppe hilft zu verstehen, das auch andere Menschen genau das Problem kennen, mit dem ich zu kämpfen habe. Ich bin überzeugt, dass no contact und grey stone gute Mittel sind, sich von toxischen Menschen zu schützen. Ich bin eine Überlebende.
Habe tolle Workshops mitmachen dürfen und super liebe Leute kennengelernt.
Der Austausch ist genial und wichtig.
Erfahrungsbericht 4. anonymisiert
Als ich vor ca. 3 Jahren in der Gruppe aufgenommen wurde war mir vieles nicht klar. Durch die anderen Betroffenen habe ich erfahren das ich nicht alleine bin. Auch durch ihre Erfahrungen konnte ich lernen eine andere Sichtweise auf die Situation zu legen. Ich konnte auch mein Verhalten verstehen und ändern. Es tat mir gut zu wissen das man nicht alleine ist und man musste sich nicht nochmals erklären, warum man so ist wie man ist. Wir sitzen alle in einem Boot und helfen uns gegenseitig.
Erfahrungsbericht 5. anonymisiert
Als ich das erste Mal in die Gruppe kam, wusste ich nicht genau, was mich erwartet. Ich hatte lange das Gefühl, mit meinen Erfahrungen aus einer toxischen, narzisstischen Beziehung allein zu sein. In meinem Umfeld war es oft schwer, verstanden zu werden. Viele Menschen können sich kaum vorstellen, was so eine Beziehung wirklich mit einem macht.
In der Gruppe habe ich sofort gemerkt, dass es anders ist: Hier sitzen Menschen, die Ähnliches erlebt haben. Ich musste nichts groß erklären oder rechtfertigen, weil jeder auf seine Art nachvollziehen konnte, wie es einem geht. Dieses Gefühl, endlich verstanden zu werden, war für mich unglaublich befreiend.
Sehr wertvoll war für mich auch das Miteinander. Wir haben nicht nur unsere Geschichten geteilt, sondern uns gegenseitig unterstützt. Ob durch aufmunternde Worte, Tipps aus eigener Erfahrung oder einfach dadurch, dass jemand zuhört – es entstand eine Gemeinschaft, in der man sich gut aufgehoben fühlt.
Besonders tröstlich ist es, zu sehen, dass man nicht alleine ist. Viele von uns haben ähnliche Verletzungen, Ängste oder Zweifel, und genau das verbindet. Es gibt einem Mut zu erkennen, dass es andere gibt, die das Gleiche durchmachen und dennoch Schritt für Schritt ihren Weg gehen.
Für mich bedeutet die Gruppe Hoffnung, Verständnis und ein Stück neue Stärke.
Erfahrungsbericht 6. anonymisiert
Hallo ich bin 47 Jahre ich habe 2 Kinder und möchte anonym bleiben.
Mir hat die Selbsthilfegruppe sehr viel Stärke und Kraft gegeben, zu wissen das ich nicht alleine bin mit den Erfahrungen die ich gemacht habe. Ich bekomme Hilfe, Zuspruch und neue Wege aufgezeigt die ich gehen kann, die ich nicht gesehen habe. Warum ich den Weg in die Selbsthilfegruppe gegangen bin, weil mich Freunde, Familie und Bekannte nicht verstanden haben. Zeitweise sogar gesagt haben du spinnst, du bildest dir das ein, du bist krank und brauchst Hilfe. Mir geben die Gespräche Kraft, weiter zu machen, für ein selbstbestimmtes, selbstbewusstes und eigenständiges Leben ohne das ich unter permanenter Kontrolle, Beobachtung oder Beeinflussung oder Manipulation stehe. Auch bei Rückschlägen bekam ich Hilfe
Erfahrungsbericht 7. Justine W.
Ich bin durch Zufall auf Mary gestoßen, als ich in einer Facebook-Gruppe verzweifelt um Hilfe gebeten habe. Zu diesem Zeitpunkt befand ich mich in einer äußerst schwierigen und herausfordernden Lebenssituation – mit einem kleinen Säugling an meiner Seite. Die Angst um mich selbst, aber vor allem um mein Baby, war riesengroß.
Dank Mary und der wunderbaren Selbsthilfegruppe habe ich nicht nur wertvolle Tipps und Ratschläge bekommen, sondern auch das Gefühl, nicht mehr allein zu sein. Besonders im Umgang mit meinem Ex-Partner habe ich durch die Unterstützung viel Klarheit und Sicherheit gewonnen.
Mary ist jederzeit mit Rat und Tat zur Stelle, hört zu, gibt praktische Hilfen und spendet Mut. Ihre Unterstützung ist für mich ein echter Anker in dieser herausfordernden Zeit. Ich bin unendlich dankbar, diesen Weg zu ihr gefunden zu haben.
Erfahrungsbericht 8. anonymisiert
Ich war etwa zehn Jahre mit einem narzisstischen Partner verheiratet. Anfangs wirkte alles wie ein
Märchen: Ich dachte, ich hätte den perfekten Menschen an meiner Seite gefunden. Er war
aufmerksam, las mir jeden Wunsch von den Lippen ab, machte Geschenke und stellte mich in den
Mittelpunkt seines Lebens. Für mich fühlte es sich an, als sei ich endlich angekommen.
Doch mit der Zeit veränderte sich dieses Bild. Immer öfter spürte ich, dass etwas nicht stimmte. Ich
fühlte mich verwirrt, klein gemacht und voller Zweifel – an mir selbst, an meiner Wahrnehmung, an
meiner eigenen Stärke. Viele seiner Worte und Handlungen führten dazu, dass ich Angst hatte,
etwas Falsches zu tun oder zu sagen. Damals wusste ich nicht, dass das typische Muster von
Narzissmus sind. Erst als die Fragen in meinem Kopf immer lauter wurden, begann ich nach
Antworten zu suchen und erkannte nach und nach, in welcher toxischen Beziehung ich lebte.
Diese Erkenntnis war schmerzhaft, aber auch der Beginn eines Weges zu mehr Klarheit. Ich habe
gelernt, dass nicht ich „falsch“ war, sondern dass die Dynamik in unserer Beziehung zerstörerisch
war.
Die Erfahrungen, die die Frauen in der Gruppe gesammelt haben, sind teilweise erschreckend –
und gleichzeitig geben sie mir Hoffnung. Es tut gut zu sehen, wie wir einander Halt geben können.
Manchmal reicht schon ein kleiner Tipp, eine Erfahrung oder ein ermutigendes Wort, um ein Stück
Verwirrung los zulassen und mehr Klarheit zu bekommen.
Heute hilft mir die Gruppe, meine Gedanken zu sortieren, Ängste auszusprechen und neue Kraft zu
schöpfen. Sie erinnert mich daran, dass ich wichtig bin, dass meine Gefühle zählen und dass ich
vor allem für mich und meine Kinder stark bleiben muss. Genau das ist der Grund, warum ich so
gerne dabei bin.



